Dem Stress entkommen – Die beruhigende Wirkung von Musik

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Der Alltag „rast“ an uns vorbei. Ob im Studium oder im Beruf, wir haben uns auf Stress eingestellt und wenn es hart auf hart kommt, endet es in einem Burn Out. Doch wie kann man dem entgegenwirken? Von Autogenem Training oder Meditation hat sicher schon jeder gehört, doch was genau bewirkt das mit uns? Und welche Rolle spielt Musik in diesem Zusammenhang?

Meditation ist eine Konzentrationsübung, bei welcher man sich auf sich selbst bezieht und „die Seele baumeln“ lässt. Gerade in einigen Religionen wie beispielsweise dem Buddhismus meditieren Mönche oft tagelang – in unserer Gesellschaft gar nicht nachvollziehbar. Einige Leute machen Yoga für das innere und äußere Gleichgewicht. Die Musik hilft hierbei, sich auf das wesentliche zu konzentrieren und sich nicht von Nebengeräuschen ablenken zu lassen – wir befinden uns schließlich nicht in einem Kloster, wo Ruhe und Stille geboten sind.

Wenn man „Meditation“ bei Youtube eingibt, findet man viele Ergebnisse mit Meditationsmusik. Oftmals werden Meeresrauschen, tibetische Klangschalen und Naturaufnahmen wiedergegeben. In dem Ratgeber „Meditation für Dummies“ von Stephan Bodian wird dazu geraten, auf Musik zurückzugreifen, wenn man eher hektisch ist und um somit einen „langsameren, beständigen, weniger aufgeregten Rhythmus einzustimmen.“ Dabei muss man nicht zwingend auf Meditationsmusik zurückgreifen – man kann auch die eigene Lieblingsmusik anschalten. Es geht darum, die Aufmerksamkeit hier voll und ganz auf die Musik zu lenken und sie nicht als „Nebenbei-Medium“ zu nutzen.

Wer Neuling auf dem Gebiet der Meditation ist, der sollte die Sache langsam angehen. Es wird dazu geraten, sich möglichst täglich oder zumindest regelmäßig eine kleine Auszeit zu nehmen. Somit reicht es zu Beginn, nur einige Minuten abzuschalten. Man setzt sich hin, schließt die Augen, nimmt sich vielleicht einen Kopfhörer hinzu, um alle anderen Geräusche auszublenden. Die Konzentration geht weg von den Gedanken über Uni, persönliche Probleme oder ähnlichem, hin zur Musik und zu sich selbst.

Musik beeinflusst deutlich erkennbar das körperliche Verhalten, so wird es in dem Band „Musik als Weg zum Unbewussten“ von dem Staatsinstitut für Schulpädagogik und Bildungsforschung München beschrieben. Somit können wir also bei beruhigender Musik und unserer Lieblingsmusik deutlich besser entspannen als bei Musik, die wir ablehnen. Die Musik kann somit auch unsere Gefühle widerspiegeln. Wer hierzu mehr erfahren möchte, dem empfehle ich den Beitrag XYZ. In einem weiteren Blogeintrag, der später folgen wird, werde ich auch auf Musiktherapien eingehen. Eine Verlinkung werdet ihr später *hier* finden.

Auf der Homepage www.meditationsmusik.de steht folgendes geschrieben:
„Meditation und Musik lassen sich kaum trennen. Zur Unterstützung der Meditation ist Meditationsmusik als „Sprache des Herzens“ von unschätzbarem Wert. Grund dafür ist, dass Musik als Schwingung unmittelbar auf den Menschen wirkt. (..) Meditation ist somit kein isolierter Denkprozess, sondern betrifft den ganzen Menschen, der selbst Schwingung ist.“

Einige Menschen glauben, dass Meditation eher etwas mit alternativen Lebensstilen zu tun hat und sie haben Angst, dass meditieren einen zu sehr von den wesentlichen Dingen ablenkt, wie beispielsweise das Studium. „In Wahrheit lehrt Sie die Meditation jedoch, wie Sie Ihren Geist fokussieren und Ablenkungen minimieren können, um Ihre Aufgaben effizienter zu erledigen.“ (Meditation für Dummies, S. 311) Wie ich bereits erwähnt habe, ist es bei der praktischen Durchführung von Meditation weitgehend egal, ob man sitzt, liegt, steht, ob man Musik hört und wie lange man meditiert. Wichtig ist, dass man sich entspannt, um anschließend wieder frisch durchstarten zu können. Hilfreich ist es sicherlich auch, in Lernphasen während des Studiums oder auch in der Vorbereitung auf ein Meeting und eine Präsentation im Beruf, sich zwischendurch eine kleine Auszeit zu nehmen. So schwer es sein mag, aber die eigene Konzentration lässt schließlich nach einer gewissen Zeit automatisch nach.

Der Ratgeber „Meditation für Dummies“ gibt auch eine kleine Checkliste vor:

– Suchen Sie sich einen Platz, wo Sie ruhig und ungestört sitzen können
– Nehmen Sie eine Haltung ein, die Sie bequem für die Dauer Ihrer Meditation beibehalten können
– Wählen Sie ein Objekt, auf das Sie sich konzentrieren wollen
– Bewahren Sie eine aufnahmebereite Einstellung

Sofern man also Musik als das Objekt nutzen möchte, auf welches man sich konzentrieren möchte, soll man sich durch und durch auf den Klang, den Songtext etc einlassen. „Musik schafft dank ihrer Klangvielfalt verschiedene Stimmungen zu erzeugen. Im Grunde läuft sie aber immer darauf hinaus, mit dem Inneren in Einklang zu kommen.“ (Quelle)

Quellen:
http://www.besttips.de/musik_theorie/gesundheit.php

http://www.meditationsmusik.de

http://pixel-pool.net/

Bodian, Stephan (2000). Meditation für Dummies. Für ein entspanntes und bewusstes Leben. MITP-Verlag GmbH. Bonn

Staatsinstitut für Schulpädagogik und Bildungsforschung München (1993). Musik als Weg zum Unbewussten. Außereuropäische Musik. ConBrio Verlagsgesellschaft. Regensburg