Radiowerbung: Wie Bilder im Kopf entstehen

Radiowerbung

Werbeträger Radio

Jeder kennt sie, die Radiowerbung. Vielen begegnet sie jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit oder sogar bei der Arbeit selbst. Doch bewusst hinhören, wenn ein Spot läuft, werden sicherlich die wenigsten. Dieser Blogbeitrag widmet sich der bislang wenig erforschten Radiowerbung und gibt einen kleinen Einblick in die Produktion und Funktion von Funkspots.

Das Radio wird heute nicht mehr nur als Unterhaltungsmedium verstanden, sondern als Massenmedium, das Unternehmen die Möglichkeit bietet, ihre Produkte und Dienstleistungen zu bewerben. Zur Produktion von Radiospots können folgende Gestaltungselemente eingesetzt werden: Sprache (Moderation, Wort, Stimme), Musik (Gesang, Lied, Jingle), Geräusche, O-Töne, Stille, Atmo oder Soundlogos. Die richtige Zusammenstellung und Komposition der einzelnen Gestaltungsmittel tragen zur erfolgreichen Übermittlung der Werbebotschaft bei.

Dabei gibt es verschiedene Formen von Funkspots wie den klassischen Werbespot, den Tandem-Spot, den Doppelspot oder den Mini-Spot, um nur einige zu nennen.

Der klassische Werbespot entspricht der normalen Form eines Funkspots mit einer Dauer von 20-30 Sekunden. Der Tandem-Spot dagegen besteht aus zwei zusammengehörenden Teilen, die innerhalb eines Werbeblocks vorkommen, dabei jedoch mindestens von einem anderen Spot voneinander getrennt sind. Bei der Verwendung des Doppel-Spots werden – ähnlich wie beim Tandem-Spot – zwei Spots innerhalb eines Werbeblocks ausgestrahlt. Der Unterschied ist hier, dass es sich um eine Wiederholung desselben Spots handelt. Es besteht jedoch die Gefahr, die Hörer mit einer solchen Wiederholung in kurzem Zeitabstand zu langweilen. Der Mini-Spot ist ein sehr kurzer Funkspot, seine Dauer liegt bei 5-10 Sekunden.

Die genannten Formen von Radiowerbespots lassen sich zudem noch in zwei Oberkategorien einteilen, den Image-Werbespot (Steigerung des Bekanntheitsgrades der Marke) und den Sales-Werbespot (Steigerung des Verkaufs eines bestimmten Artikels in Verbindung mit Umsatzsteigerung des Unternehmens).

Radiowerbung unterliegt, wie Fernsehwerbung auch, gesetzlichen Richtlinien, die sowohl das Format als auch über die Gestaltung, den Inhalt und die Dauer eines Funkspots regeln. Zudem gibt es Vorschriften dafür, dass Radiowerbung weder schadend noch irreführend sein darf. Kindersendungen oder Übertragungen von Gottesdiensten dürfen im Übrigen nicht von Werbung unterbrochen werden.

Die Besonderheit in der Radiowerbung, gegenüber der Fernsehwerbung: Verkehrsgeräusche sind mit besonderer Vorsicht zu behandeln. Denn quietschende Bremsen, Hupen oder das Ertönen eines Martinshorns können vom autofahrenden Hörer schnell als Geräusche aus der unmittelbaren Umgebung interpretiert werden, was zu Erschrecken und Fehlverhalten des Fahrers führen kann.

Radiowerbung muss durch die Einbindung akustischer Mittel – wie beispielsweise die Ankündigung eines Moderators oder einen Jingle – gekennzeichnet sein, um sich, wie im Fernsehen, vom restlichen Radioprogramm deutlich abzuheben.

Im Gegensatz zur TV-Werbung muss ein Funkspot Bilder im Kopf des Hörers entstehen lassen, da hier die visuelle Komponente fehlt.  Die Vorteile von Radiowerbung liegen auf der Hand: Sie ist allgegenwärtig, da sie fast jeden Haushalt erreicht, ist im Gegensatz zu TV-Werbung kostengünstiger und zudem schneller in der Produktion.

 

Quellen:

http://www.frank-schaetzlein.de/texte/radiowerbung.htm

http://www.www.soundart-mediagroup.de/faq.html