Hans Florian Zimmer – der Revolutionär der Filmmusik – Teil 2

Mit Ridley Scotts „Black Rain“ und Ron Howards „Backdraft – Männer, die durchs Feuer gehen“ schuf Hans Zimmer einen neuartigen Stil, Actionfilme zu vertonen. Besonders „Backdraft“ gilt als Meilenstein der Filmmusikgeschichte. Den Film hat er mit einem sogenannten „Wall-to-Wall Score“ vertont. Das bedeutet, dass er den Großteil des Films mit Musik unterlegt hat. Er ist seitdem für viele Action-Filmmusiker ein großes Vorbild. Bei dem Film besteht die Stilistik aus einem mächtigen Hauptthema, rhythmischen Action-Motiven und behutsameren Passagen für die beiden Hauptfiguren. Auch dieses Schema findet sich in zahlreichen späteren Filmmusiken wieder.


Backdraft – Männer, die durchs Feuer gehen

Mit „Zwei Welten“ und „Im Glanz der Sonne“  hatte Hans Zimmer bereits im Vorfeld afrikanisch beeinflusste Musik geschrieben. Deswegen wurde er engagiert die Musik zu dem Disney-Zeichentrickfilm „Der König der Löwen“ zu schreiben. Durch die Zusammenarbeit mit Lebo M. entstand so eine viel beachtete Musik, die afrikanische Klänge mit traditionellen Orchesterklängen kombinierte.


König der Löwen

Der Film „Gladiator“ aus dem Jahre 2000 wird durch spezielle Musik von Hans Zimmer begleitet. Hans Zimmer beschreibt den langen Weg, die ersten Akkorde für neue Filmmusiken zu finden. Oft geschieht es ihm, dass er kurz davor ist, den Regisseur anzurufen und seinem Versagen kund zu tun. Jedoch genau in diesen Momenten, in den Momenten der tiefen innerlichen Verzweifelung und Leere, entsteht jedes Mal etwas ganz Besonderes. Plötzlich fließen die Ideen aus ihm heraus, als wäre die Musik für den Film bereits da gewesen und er müsste sie nur ergreifen.

Das Hauptmusiktema von „Gladiator“ wird in unterschiedliche Stimmungen gesetzt – menschlich, gefährlich und friedvoll. Die Geschichte des Films durchläuft mehrere Länder, wie Deutschland, Spanien, Marokko und Italien. Hans Zimmer wollte für die unterschiedlichen Länder eigene musikalische Melodien finden. In Marokko wollte er eine dreckige, sandige und stammesspezifische Musik komponieren. Dafür setzt er das bekannte marokkanische Musikinstrument „Duduk“ ein, gespielt von dem bekannten Spieler Djivan Gasparyan.
Die Szenen in Rom erinnern ihn an Leni Riefenstahl. Hans Zimmer verbindet die Dualität zwischen dem bereits zivilisierten Rom, dessen Gebäude aber mit dem Blut der Sklaven gebaut worden war. Er variiert die Walzer von Wagner zu blutigen, brutalen Walzern. Während der Kampfszenen hört man immer die Walzermusik. Die Musik war vor dem Film fertig, so konnten die Bilder passend auf die Musik geschnitten werden.

Die Verwendung von ethnischen Instrumenten, wie z. B. das Duduk in „Gladiator“Flöten in „Rangoon – Im Herzen des Sturms“ oder Taikos in „Last Samurai“, ist eines seiner Markenzeichen.


Gladiator – Duduk

Das Besondere an Hans Zimmers Filmmusik konnte jeder von euch nun selber hören und erleben.
Er selbst hat einmal gesagt: „Filmmusik muss die Tür für Emotionen öffnen, sie muss die Möglichkeit geben, zu fühlen. Aber sie darf euch nicht sagen, wie ihr fühlen sollt!

 

Quellen:

http://www.lastfm.de/music/Hans+Zimmer/+wiki (23.06.2012 13:59)

http://www.video-homevision.de/ratgeber/hans-zimmer-filmmusik-muss-die-tuer-fuer-emotionen-oeffnen-1232021.html (23.06.2012 14:00)

http://de.wikipedia.org/wiki/Joker_%28Comicfigur%29 (27.09.2012 12:31)

https://www.youtube.com/watch?v=hm8HFb7b3vY

https://www.youtube.com/watch?v=pbXUtJIxx7Q

https://www.youtube.com/watch?v=_JAlOTl84y