Krach – Knack – Knusper

Krach – Knack – Knusper

Krach – Knack – Knusper

Goldgelb und verführerisch lächelt er einen an. Unwiderstehlich sieht er aus, man kann ihm einfach nicht widerstehen, diesem frischen, leicht süßlichen, zarten Buttergeruch. Es kracht, es knackt, es knuspert, mhh so klingt er der Butterkeks. „Mit allen Sinnen genießen“ ist die Devise bei den Konsumenten und auch bei den Produzenten ist dieses Bedürfnis bereits angekommen. So wird in der Lebensmittelindustrie längst nicht mehr nur auf die Optik und den Geschmack geachtet auch der Klang eines Produktes spielt eine wichtige Rolle.

Krach – knack – knusper – Appetit soll er anregen, und Lust auf mehr machen und natürlich einzigartig sein. Multisensuelles Marketing ist hier das Schlagwort. Mit allen Sinnen das Produkt erfassen und genießen.Und damit diese Botschaft auch beim Kunden ankommt, forschen sogenannte Sounddesigner nach dem richtigen krach – knack – knusper – Geräusch, das Lust nach mehr erweckt.

Der große Kekshersteller Bahlsen erforscht bereits seit 1999 in einem geheimen Soundlabor den optimalen Klang ihrer Produkte. Doch ein paar Ergebnisse der Knusperforschung konnten dem Keksfabrikanten Wikana entlockt werden. So verweist ein stumpfes Knacken eher auf einen weicheren Keks, wie sie gern von älteren Konsumenten zur Kaffeestunde vernascht werden. Ein harter kerniger Klang lässt dagegen auf einen knackigen Keks schließen. Doch im Grunde genommen sind die Vorlieben ihrer Konsumenten ganz individuell. Deshalb ist es von größter Bedeutung einen Klang zu finden, der bei einer großen Allgemeinheit Appetit anregt. Um das optimale krach – knack – knusper – Geräusch des Butterkeks ausfindig zu machen, wird vor der Produktion mit verschiedenen Zutaten experimentiert. So wird der Keks unter Zugabe von Zucker härter und knackiger. Durch die Zugabe von Fett, wird der Keks geschmeidiger und durch Kakao und Stärke wird er poröser. Ein knackiger Sound signalisiert für die Konsumenten die Frische des Produktes, so spiegelt der Klang letztendlich auch die Produktqualität wieder.

Und die Knusperforschung ist bei weitem noch nicht ausgereizt. So liegt der Verdacht der Manipulation natürlich nahe. Dennoch manipuliert Sounddesign nicht das Produkt selbst, sondern betont, ebenso wie Make-up, nur die charakteristischen Eigenschaften. Denn das Ohr isst schließlich mit!