Von imperialen Jägern und Elefanten – Kulturhistorische Untersuchungen der Sounds aus „Star Wars“

Karthagische Kriegselefanten greifen römische Infanterie an (Henri-Paul Motte, um 1890).

Irgendwann in den 90er Jahren. Meine Eltern lassen mich endlich die Star Wars-Trilogie sehen und ich sitze gebannt vor dem TV-Bildschirm. Gerade fliegen unsere Helden Luke Skywalker, Prinzessin Leia, Han Solo und Obi-Wan Kenobi zusammen mit Chewbacca und den Droiden im Millennium Falcon auf einen vermeintlichen kleinen Mond zu. Eigentlich sollte der Planet Alderaan dort sein, doch stattdessen? Leere im Universum. Und der kleine Mond, der sich später als intergalaktische weapon of mass destruction herausstellt: der Todesstern. Die Helden blicken gebannt aus dem Cockpit ins Nichts. Nur das leise Säuseln der Triebwerke des Falcon ist zu hören. Plötzlich wird die angespannte Stille brutal zerhackt von einem furchtbaren Kreischen, von einem Laut, der direkt aus dem verrotteten Herzen des Imperators zu stammen scheint. Es ist ein imperialer TIE-Fighter, der den Falcon überholt und auf den Todesstern zusteuert. Das Geräusch, das er dabei macht, werde ich nie vergessen. Es hat sich sofort in meinem kulturellen Gedächtnis eingebrannt.

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