Kategorie: Klangtechnik
Der Stimme auf der Spur – Teil 4/4 der Reihe „Die Stimme – unser akustisches Ich“
„Mein Name ist Bond. James Bond.“ Unmittelbar nachdem der smarte Agent mit der sonoren Stimme diese Worte ausgesprochen hat, öffnen sich ihm im wortwörtlichen Sinne Tür und Tor. Sämtliche Sicherheitsvorkehrungen stellen dabei für ihn kein Hindernis dar. Was einst schlicht unter die Kategorie der Science-Fiction-Romane fiel, findet in der heutigen Zeit zunehmend Akzeptanz. Die Sprecherkennung durch die Aufnahme der individuellen Stimme einer Person zählt zur Biometrie. Bereits früh wurde sie als Erkennungsmethode zur Personenidentifikation eingesetzt. So zählt auch die Nutzung des persönlichen Fingerabdruckes (Daktylogramm), dessen Grundstein 1892 von Francis Galton gelegt wurde, zu diesen biometrischen Verfahren. Heute definiert man die Biometrie im Bereich der Personenidentifikation auch als „automatisierte Erkennung von Individuen“, basierend auf ihren einzigartigen physiologischen Merkmalen und ihren biologischen Charakteristika und Verhaltensweisen. Doch ist ein „Voiceprint“ wirklich mit einem Fingerabdruck vergleichbar? weiter lesen »

Der Synthesizer und die elektronische Musik
Elektronische Klänge und Musik sind ein großer Bestandteil unseres alltäglichen Lebens und begegnen uns nicht nur im Radio oder Fernsehen. Überall haben wir es mit Klängen zu tun, die nicht auf ganz klassischem Wege von einem Musikinstrument im erzeugt wurden. Aber woher kommen diese Klänge, wie wurden sie entwickelt und warum spielen sie auch in der Musikindustrie eine so wichtige Rolle? Die Entwicklung des Synthesizers war maßgeblich für die Produktion elektronischer Musik. An seinem Beispiel soll die Faszination an elektronisch erzeugten Klängen deutlich werden, wobei die Frage aufkommt, ob auch der Synthesizer als Musikinstrument bezeichnet werden kann. Was ist ein Synthesizer, wie kann man mit ihm Musik machen und wie kommt er bei Musikern und Komponisten zum Einsatz?
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Der Ton – Eine unglaubliche Macht
Komm mir nicht mit eingängigen Werbeslogans oder politischen Propagandareden. Wie die nicht hörbaren Töne die Macht über unser Gehirn erhielten und warum das nicht unbedingt beruhigend sein sollte.

Konsumentenforschung – Warum die Musik immer wichtiger wird
Viel versprechende Werbeschilder, lockende Sonderangebote oder „Alles muss raus“- Verkaufsaktionen reichen schon lange nicht mehr aus, um die Konsumfreudigkeit des Kunden weiter in Schwung zu bringen. Wie die Musik in Geschäften zunehmend wichtiger wird und was sich die Konsumgüterindustrie davon erhofft.

Immer diese Tastentöne!
Tastentöne am Handy – ihr alleiniger Zweck scheint darin zu liegen, sie direkt nach Inbetriebnahme des Mobiltelefons auszuschalten. Selbst bei neueren Modellen verzichten die Hersteller jedoch nicht auf die anscheinend überflüssigen Geräusche. Es steckt aber mehr dahinter, als den Nutzer oder eventuelle Mithörer lediglich ärgern zu wollen.

Mit der Stimme Musik machen – Der Mensch als Resonanzkörper
Ein Konzert ganz ohne Instrumente? Ist das nicht langweilig? Und überhaupt: Wie soll das denn gelingen? Man mag es kaum glauben, aber es funktioniert. Eines der besten Beispiele dafür ist Maybebop, ein deutsches A-Capella-Pop-Quartett aus Hannover.

music goes digital (3/3) Das Internet und das Straucheln der Musikdespoten
Musikdateien verwalten kann ein mühseliges Unterfangen sein. So sind kryptisch anmutende Dateinamen keine Seltenheit. Kommt es auf einem Album zu einer musikalischen Kollaboration mit einem anderen Künstler, ist das noch kein Garant dafür, dass diesem auch auf der heimischen Festplatte Rechnung getragen wird. Oft wird das Feature als eigenes Album vom jeweiligen Gastkünstler gesammelt. Einen klaren Überblick über das Meer an geladenen Musikdateien findet man in den Anfängen des neuen Jahrtausends immer seltener. Der Tonträger hat sein haptisches Profil verloren. Aufwändige Fotoshoots für außergewöhnliche Cover werden immer unnötiger, denn das Album ist ja nur ein Dateiordner unter vielen, vielen anderen. Das sollte sich ändern als ab 2001 mit dem Apple iPod auch seine Organisationssoftware iTunes in die musikbegeisterten Haushalte einzog. weiter lesen »

music goes digital (2/3) Die MP3 und ihre ersten Gehversuche auf kriminellen Wegen
Im digitalen Bereich gilt, bis auf wenige Ausnahmen wie bei TV-Screens etwa, die einfache Gleichung klein=gut. Das war auch bei den digitalen Tonträgern der Fall und so wurde genauso die, eben noch so futuristisch schillernde, Compact Disc schnell zu sperrig für den aktuellen Zeitgeist. Eine CD konnte nur 74 Minuten Audiomaterial speichern. Aus der heutigen digitalisierten Weltsicht, waren das nur läppische 650 Megabyte. Und so war das Gebot der Stunde in den Anfängen der 1990er Jahre Musikdateien zu verkleinern. Oder feiner gesagt: zu komprimieren. Das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS nahm sich bereits 1987 der Aufgabe an. Eigentlich bastelten die Mitarbeiter des Institutes nur an einem Verfahren, um die Tonspur von digitalen Filmdateien zu komprimieren, als sie schließlich eine der größten technologischen und kulturellen Neuerfindungen des sich langsam verabschiedenden Jahrhunderts hervorbrachten: Die MP3. weiter lesen »

music goes digital (1/3) Die CD und das Aufkommen eines popkulturellen Cyberfeelings
Manche Ereignisse verändern die Welt. Das gilt nicht nur für atomare Super-GAUs und einstürzende Zwillingstürme, sondern auch für vergleichsweise harmlose Phänomene wie technische Innovationen. Neben so großen Weltneuheiten der Moderne – wie dem Telefon oder dem Vollwaschautomaten – finden wir auch im auditiven Bereich bahnbrechende Erfindungen, die die Hör- und Konsumgewohnheiten der Musikliebhaber grundlegend wandeln ließen. In der folgenden Serie soll versucht werden, diesen Wandel von digitalen Tonträgern aufzuzeigen; immer in Hinblick auf den marktwirtschaftlichen genauso wie kulturellen Wandel, der mit der Emergenz vermeintlich neuer Tonträger einherging. weiter lesen »

Jonathan Sterne zur Geschichte von “Mp3″ (Podcast)
Das mp3-Format ist seit Jahren das am häufigsten vorkommende Dateiformat im Internet. Durch den geringen Speicherbedarf, die hohe Gerätekompatibilität und große Mobilität haben mp3-encodierte Audiodateien den Zugang zu und unseren Umgang mit Musik sowie die medienkulturellen Praktiken des Musikhörens tiefgreifend verändert.
Zur Kultur-, Wissenschafts- und Mediengeschichte des “Mp3″-Formats präsentiert Klangschreiber den Vortrag US-amerikanische Medienwissenschaftler Jonathan Sterne mit dem Titel: Mp3 – A 100 Year History of an 18 Year-old Format. Sterne hat den Vortrag im Rahmen der Veranstaltung Gadget & App-Culture. Sound & The Machinery of the Senses in Berlin gehalten stellt in diesem sein neues Buch MP3: The Meaning of a Format (Duke University Press, 2012) vor.
Klangschreiber is honored to be able to present a lecture held by Jonathan Sterne at the symposium Gadget & App-Culture. Sound & The Machinery of the Senses organized by the research network Sound in Media Culture. In his lecture entitled Mp3 – A 100 Year History of an 18 Year-old Format, Jonathan provides an overview on his new book MP3: The Meaning of a Format (Duke University Press, 2012).
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Autor: Jonathan Sterne
Titel: Mp3 – a 100 year history of an 18 year-old format
Länge: 36’10 Min.
Datum: 28. Oktober 2011
Veranstalter: DFG-Netzwerk Sound in Media Culture
Mitschnitt: Sebastian Schwesinger
Audiobearbeitung: Daniel Nübold
Foto: Ann-Kathrin Eickhoff
Mit freundlicher Genehmigung von Jonathan Sterne.













