Kategorie: Klangwelten
Der Cocktail-Party Effekt
Nein, hier geht es nicht darum, wie man das perfekte Kleid für eine Party wählt. Und auch nicht um das kleine 1 x 1 des Smalltalks. Vielmehr soll das Phänomen erklärt werden, wie es möglich ist, dass man in einem Raum voller Menschen trotzdem hören kann was hinten rechts in der Ecke gesprochen wird und das obwohl man sich gar nicht an dem Gespräch beteiligt. Wie kann man alle anderen Geräusche und Stimmen ausblenden und nur diese eine Stimme so deutlich hören? weiter lesen »

Der Stimme auf der Spur – Teil 4/4 der Reihe „Die Stimme – unser akustisches Ich“
„Mein Name ist Bond. James Bond.“ Unmittelbar nachdem der smarte Agent mit der sonoren Stimme diese Worte ausgesprochen hat, öffnen sich ihm im wortwörtlichen Sinne Tür und Tor. Sämtliche Sicherheitsvorkehrungen stellen dabei für ihn kein Hindernis dar. Was einst schlicht unter die Kategorie der Science-Fiction-Romane fiel, findet in der heutigen Zeit zunehmend Akzeptanz. Die Sprecherkennung durch die Aufnahme der individuellen Stimme einer Person zählt zur Biometrie. Bereits früh wurde sie als Erkennungsmethode zur Personenidentifikation eingesetzt. So zählt auch die Nutzung des persönlichen Fingerabdruckes (Daktylogramm), dessen Grundstein 1892 von Francis Galton gelegt wurde, zu diesen biometrischen Verfahren. Heute definiert man die Biometrie im Bereich der Personenidentifikation auch als „automatisierte Erkennung von Individuen“, basierend auf ihren einzigartigen physiologischen Merkmalen und ihren biologischen Charakteristika und Verhaltensweisen. Doch ist ein „Voiceprint“ wirklich mit einem Fingerabdruck vergleichbar? weiter lesen »

Stimme. Macht. Geschlecht. –Teil 3/4 der Reihe „Die Stimme – unser akustisches Ich“
Schonmal eine zierliche Barbie unterm Weihnachtsbaum liegen gehabt, die einem solche Botschaften wie „Angriff!“, „Die Rache ist mein!“ oder auch „Tote lügen nicht!“ in einer tiefen, blechernen Tonlage entgegenbellt? Oder vielleicht eine muskelbepackte GI-Joe-Actionfigur, die in säuselndem Quietschton danach fragt, wann ihre Traumhochzeit denn endlich sei und welche Kleider sie dazu tragen solle? weiter lesen »

Im stimmlichen Einklang – Teil 2/4 der Reihe „Die Stimme – unser akustisches Ich“
Eines Abends langweilte sich die amerikanische Schriftstellerin Dorothy Parker schrecklich auf einer Dinnerparty. Jedes Mal, wenn ein flüchtiger Bekannter sie begrüßte und fragte, wie es ihr ginge und was sie so mache, antwortete sie:
„Oh, ich habe gerade meinen Ehemann mit einer Axt erschlagen und fühle mich großartig.“
Da sie jenen Satz jedoch in einem Tonfall aussprach, der üblicherweise der Etikette des Smalltalks auf Partys entspricht, lächelten jene Partygäste einfach, nickten freundlich und zogen ohne den geringsten Ausdrucks des Erschreckens weiter. Wie kann das sein?

Der Klang der Gefühle – Teil 1/4 der Reihe „Die Stimme: Unser akustisches Ich“
„Hör auf deine Stimme“ ist der weise Rat, den uns Menschen geben, wenn wir uns selbst einer Sache nicht sicher sind. Es meint, in sich hineinzuhören, um seinen eigenen Weg zu finden. Die Stimme steht in diesem Zusammenhang für die innere Botschaft, aber symbolisiert zugleich die eigene Identität. „Jemandem seine Stimme zu geben“ oder auch „seine Stimme zu erheben“ bezeichnet die eigene vertretende Position, die nach außen getragen wird. Unsere Stimme ist unser „akustisches Ich“. Durch sie drücken wir unsere Meinung, unsere Werte und Anschauungen aus. Jedoch vermag sie noch viel mehr als das. Begleitet sie uns auch jeden Tag und bedienen wir uns ihrer auch zu jeder Zeit, beachten wir sie doch nicht weiter. Folgen wir doch dem Rat und hören tatsächlich mal hin, was unsere Stimme uns alles faszinierendes zu sagen hat…

Musik und Ritual – die Rolle von Klang im Kultus (Teil II von II)
Anschließend an den ersten Teil dieser Serie soll darauf eingegangen werden, wie musikalische Klänge und das gesprochene Wort die Performativität des Ritus beeinflussen. Es schließen sich die Fragen an, ob auch bei anderen Formen des Rituals dieselbe Wirkweise von Klängen zu beobachten ist und ob der Ritus daher als Beispiel für andere Formen von Ritualen gesehen werden kann. Dazu muss aber erst einmal geklärt werden, was unter einem performativen Akt zu verstehen ist. weiter lesen »

Musik und Ritual – die Rolle von Klang im Kultus (Teil I von II)
Fragt man Passanten auf der Straße, was sie mit dem sonntäglichen Kirchengang verbinden, bekommt man Antworten wie „Kirchenglocken, die zur Messe rufen“, „gemeinsam Lieder singen“, „Predigten“ oder „Orgelmusik und den Kirchenchor hören“. Was sich nur wenige der Befragten bewusst machen ist die Tatsache, dass es sich hier ausschließlich um Klänge handelt.
Diese Beitragsserie beschäftigt sich mit der Rolle von Klang im performativen Ritual des Kultus. Es wird untersucht was Glauben, Beten und der Ritus an sich mit dem Hören zu tun und welche Bedeutung Klänge für das Messritual haben. Würde dieses ohne sie überhaupt noch seinen Zweck erfüllen und wenn ja, wie wird die Messe dann durch Klänge, Gesang und Musik beeinflusst? weiter lesen »

Unterwasserlärm – Stress der Tiefen
Genervt und sauer sind die meisten von uns, wenn in der Früh ein Presslufthammer den Schlaf brutal beendet. Eine Baustelle in der eigenen Straße ist für viele der Horror, aber immerhin haben wir meist einen Nutzen davon und wissen, dass der Krach uns nur für einen begrenzten Zeitraum belästigt. Außerdem ist der Lärm ‚lediglich‘ von morgens bis abends da, nicht aber nachts, sodass uns immerhin unsere Bettruhe bleibt. Andere haben es da nicht so gut.
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Konsumentenforschung – Warum die Musik immer wichtiger wird
Viel versprechende Werbeschilder, lockende Sonderangebote oder „Alles muss raus“- Verkaufsaktionen reichen schon lange nicht mehr aus, um die Konsumfreudigkeit des Kunden weiter in Schwung zu bringen. Wie die Musik in Geschäften zunehmend wichtiger wird und was sich die Konsumgüterindustrie davon erhofft.

Synchronschauspieler. Die unbekannte Stimme hinter den Stars.
Wenn wir im Kino oder vor dem Fernseher sitzen und uns einen ausländischen Film oder eine Serie anschauen ist es für die meisten selbstverständlich, dass Robert De Niro und Co. deutsch sprechen. Ihre Stimmen sind uns vertraut und anhand ihrer Stimmen könnten wir einen Großteil der Hollywoodschauspieler identifizieren, denn sie haben meist über viele Filme hinweg die gleiche Synchronstimme. Doch wer steckt eigentlich hinter der Stimme von Robert De Niro, Bruce Willis oder Julia Roberts? Und welchen Einfluss haben ihre Stimmen auf die Schauspieler und den Film selbst? Obwohl Synchronsprecher einen nicht geringen Anteil am Erfolg eines Schauspielers haben und ihre Arbeit sehr aufwendig und anspruchsvoll ist, bleiben ihre Gesichter meist in der dunklen Sprecherkabine verborgen. weiter lesen »













