Kategorie: Klangwelten

Die Klangwelt der Neandertaler

Neandertaler beim Tanz zu den Klängen eines Schwirrgerätes

Die Neandertaler gibt es zwar nicht mehr und das bereits seit mehr als 120.000 Jahren, doch die Wissenschaft ist sich darüber einig, dass der Homo heidelbergensis in seiner intellektuellen als auch kulturellen Ausprägung uns, den Homo sapiens, nicht wesentlich unterlegen war. Paläontologen fanden unter anderem heraus, dass die Neandertaler über das gleiche Sprachgen verfügten wie wir. [1] Desweiteren belegen archäologische Funde, dass die Neandertaler einen Tanz- und Musikkult betrieben. [2] Diese Feststellungen brachten ein Experiment hervor, welches nicht nur ungewöhnlich, sondern schlicht und ergreifend faszinierend ist: Die Rekonstruktion des Sounds, d.h. der Klangwelt der Neandertaler. weiter lesen »

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Die verborgene Kraft des Gesangs (Teil 2): Die Funktion der Stimme in der afroamerikanischen Kultur

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In dem ersten Beitrag „Die verborgene Kraft des Gesangs“ haben wir uns mit dem Phänomen der Stimme und der damit verbundenen sozialen Bedeutung des gemeinsamen Singens auch anhand der Arbeitslieder und Klagegesänge beschäftigt.

In dem zweiten Teil möchten wir uns nun speziell auf die Funktion der Stimme in der afroamerikanischen Kultur befassen. Denn der wesentliche Teil ihrer Kultur war die Musikalität. Die Stimme war das einzige was sie besaßen und ihre Bedeutung und Macht für die schwarze Bevölkerung soll in diesem Beitrag näher untersucht werden. Augenmerk soll ebenfalls auf die Musikstilrichtung Soul gelegt werden. Sie wird eng in Verbindung gebracht mit dem Kampf der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung und soll dies bezüglich näher beleuchtet werden.

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Die verborgene Kraft des Gesangs (Teil 1): Das Phänomen der Stimme und des gemeinsamen Singens


Singende Kinder

Oftmals hören wir Musik und singen automatisch mit. Aber auch das gemeinsame Singen ist in unserer Gesellschaft vermehrt vorhanden, jedoch merken wir das zumeist nicht, sondern tun es unbewusst. So singen wir automatisch bei Konzerten oder aber beispielsweise bei Fangesängen von Fußballspielen mit anderen Menschen zusammen. Doch was steckt genau hinter dem gemeinsamen Gesang und wo ist dieser vorhanden? Wir sind uns der Bedeutung von Musik überhaupt nicht bewusst. Es stellt sich dabei die Frage, welche Bedeutung der Stimme und dem Gesang zu kommt? Verbirgt sich wohlmöglich eine verborgene Kraft in der Stimme, dessen wir uns nicht im Klaren sind …?

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Mythos und Wahrheit manipulativer Klänge


 

Herbert James Draper: Odysseus-und-die-Sirenen (London, 1864)

Herbert James Draper: Odysseus und die Sirenen (London, 1864)

Schon die antiken Mythen erzählen von Klängen, denen sich kein Mensch entziehen konnte und die alle irdischen Wesen wie magisch anzogen und beeinflussten. So heißt es, dass Odysseus nur festgebunden an sein Schiff dem Gesang der Sirenen lauschen konnte, ohne ihrem auditiven Bann blind zu verfallen und sich in sein Verderben zu stürzen; und Ovid berichtet von dem unwiderstehlichen Virtuosen Orpheus, dessen Lieder Mensch, Tier und sogar Stein erweichen konnten.

Jedoch sind solche verlockenden Klänge keineswegs nur Schall und Rauch erdachter Geschichten, sondern auch in der heutigen auditiv überladenen Lebenswirklichkeit behält der Mythos von der Anziehungskraft und der manipulativen Wirkung des besonderen Klangs noch seine Wahrheit.

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Vom Hören zum Kaufen

Vom Hören zum Kaufen, © Thorben Wengert / PIXELIO'

Vom Hören zum Kaufen, © Thorben Wengert / PIXELIO’

Wie Musik unser Kaufverhalten beeinflusst…

Musik hat einen großen Einfluss auf unser körperliches Befinden und somit auf unsere Verhaltensweise.

Auch in der Werbung nimmt die Musik eine immer wichtigere Rolle ein. Ob in der Fernsehwerbung, im Radio oder im Kaufhaus – wir können der Werbemusik kaum noch entgehen. Schon im 13. Jahrhundert sollen Händler versucht haben mit Gesängen auf ihre Geschäfte aufmerksam zu machen, um sich somit von ihren Konkurrenten abzuheben.

Doch lässt sich unser Kaufverhalten wirklich von einem “Hintergrundgeräusch” beeinflussen?

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“Sprich, damit ich dich sehe” – Can you?

"Sprich damit ich dich sehe"-Can you?

“Sprich damit ich dich sehe”-Can you?

Tagtäglich hören wir sie. Tagtäglich gebrauchen wir sie: unsere Stimme. Aber wie wir sprechen, ist immer anders. Es ist ein Unterschied, ob ich mit meinem allmorgendlichen „Dutzi-dutzi- Stimmchen“ meinen Hund begrüße, meinen Mitbewohnern betrunken nachts um halb 4 die Welt erkläre oder in der Uni ein Referat halten muss. Der Gebrauch unserer Stimme hängt aber nicht nur von der jeweiligen Situation ab, sondern auch von unserem Befinden. Nicht umsonst wird behauptet, die Stimme sei der Spiegel unserer Persönlichkeit. Bin ich fröhlich, hört man das. Bin ich traurig oder wütend, hört man es auch. weiter lesen »

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Einzigartige auditive Verlockungen

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Die Partnerwerbung mittels akustischer Reize ist kein Phänomen, was sich auf das Tierreich beschränkt, sondern auch der Mensch bedient sich oft musikalischer Botschaften, um den Wunschpartner für sich zu gewinnen. Ist beim Singvogel, Frosch oder Hirsch jedoch noch der besondere artentypische Balzruf das Medium der auditiven Verlockung, versucht der Mensch entweder die animalischen Laute zu imitieren oder nutzt mit Vorliebe Medien, wie das Mixtape oder das Internet, um sich beim Wunschpartner Gehör zu verschaffen.

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Liquid Sound – Baden in Musik

Wer bisher dachte, man könne Musik nur hören, der hat noch nie etwas von Liquid Sound gehört. Wörtlich übersetzt hat man es mit „flüssigem Klang“ zu tun, und dieser soll ein einmaliges Gefühl möglich machen – nämlich in Musik zu baden. Was sich zunächst eigenartig anhören mag, beinhaltet ein außergewöhnliches Prinzip: durch den Einsatz von Unterwassermusik wird ein Klangerlebnis geschaffen, was über das Hören mit dem Ohr hinausgeht.  Was genau alles hinter Liquid Sound steckt, wird im Folgenden genauer beleuchtet. weiter lesen »

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Der Braune Ton – Mythos oder Wirklichkeit?

Nicht viele Menschen sind mutig genug, um die angebliche Wirkung des Braunen Tons am eigenen Leib auszuprobieren. Viel zu unangenehm beschreiben doch diverse Gerüchte den Effekt, den diese Frequenz auf uns hat. Ob sich tatsächlich jemand wagen und den Mythos auf die Probe stellen konnte, hört ihr hier.

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Hyperakusis – Eine nicht „gerngehörte“ Nebenwirkung von Geräuschen

Sei es das genussvolle Hineinbeißen in einen Apfel oder das Tippen und Spielen mit dem neuen Apple-Gerät deines Sitznachbars, das neue Motorengeräusch von Herrn Ferrari nebenan, oder das Gezwitscher der drei Amseln, die jeden Morgen auf der Fensterbank sitzen und dich wecken. 24 Stunden am Tag sind deine Ohren offen, auch nachts. 15000 Hörzellen helfen dir täglich dabei, Geräusche an dein Gehirn zu senden, damit sie dort bewertet werden. 92 % der deutschen Bevölkerung empfinden mindestens zwei von den oben genannten Geräuschen als schön und angenehm oder verbinden es mit glücklichen Erinnerungen. Die anderen 8 % leiden bei jedem dieser Geräuscherzeugnisse. Warum? – Sie leiden an Hyperakusis. Was geschieht mit den Leuten, für die die schönsten Geräusche des Lebens eine Last sind, sie krank macht und isoliert?

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