Tag: Musikpräferenzen

Der Sound der Subkultur II – Jugendkultur und Musikgeschmack

Jugendkultur und Musikgeschmack Daniel Werner/aboutpixel.de

Jugendkultur & Musikgeschmack D.W./aboutpixel

Im zweiten Teil der Serie beschäftigte ich mich mit der Frage, welche Faktoren dafür verantwortlich sind, dass ein junger Mensch einen bestimmten Musikgeschmack entwickelt und wieso sich dieser im Laufe seines Lebens auch wieder ändern kann.

Musikpräferenzen entstehen durch soziale Interaktionen und „steuern den Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitungsprozess sowie das Verhalten“ (Kloppenburg 2001: 360). Da der Mensch nicht in der Lage ist alle Informationen, mit denen er täglich konfrontiert wird, zu verarbeiten, werden diese in Kategorien zusammengefasst. So kann von einem regelrechten „Schubladensystem“ (ebd.) gesprochen werden, das die spezifische Wahrnehmung des Menschen bestimmt. Dabei können diese Kategorisierungen so umfassend sein, dass Musik mit einem ganzen Lebensstil in Verbindung gebracht wird. Dieses Schubladendenken evoziert natürlich „Generalisierungen“ (Kloppenburg 2001: 361), sodass manche Aspekte außer Acht gelassen, andere dafür besonders hervorgehoben bzw. akzentuiert werden. Die Kategorisierungen folgen dabei häufig einem einfachen Bewertungsschema: Man empfindet die eine Musik eben als angenehm und schön, die andere hingegen nicht (ebd.).

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