Anpassung um jeden Preis – Synchronisationspraxis in Deutschland

Anpassung um jeden Preis

Anpassung um jeden Preis

Deutschland ist Synchronisationsland. In keinem anderen Land der Welt werden so konsequent ausländische Produktionen an den heimischen Markt angepasst wie in der Bundesrepublik. Das ist einerseits erfreulich für all diejenigen, die des Englischen nicht mächtig sind und keine Lust haben, den ganzen Film bzw. die ganze Episode über Untertitel zu lesen. Andererseits bringt die rigide Eindeutschung auch einige Probleme mit sich, die den gesendeten Inhalt gegenüber der Originalfassung abwerten. Ein Plädoyer für die Originalfassung im deutschen Fernsehen. weiter lesen »

Aus der Kategorie Klangkultur
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Mythos und Wahrheit manipulativer Klänge


 

Herbert James Draper: Odysseus-und-die-Sirenen (London, 1864)

Herbert James Draper: Odysseus und die Sirenen (London, 1864)

Schon die antiken Mythen erzählen von Klängen, denen sich kein Mensch entziehen konnte und die alle irdischen Wesen wie magisch anzogen und beeinflussten. So heißt es, dass Odysseus nur festgebunden an sein Schiff dem Gesang der Sirenen lauschen konnte, ohne ihrem auditiven Bann blind zu verfallen und sich in sein Verderben zu stürzen; und Ovid berichtet von dem unwiderstehlichen Virtuosen Orpheus, dessen Lieder Mensch, Tier und sogar Stein erweichen konnten.

Jedoch sind solche verlockenden Klänge keineswegs nur Schall und Rauch erdachter Geschichten, sondern auch in der heutigen auditiv überladenen Lebenswirklichkeit behält der Mythos von der Anziehungskraft und der manipulativen Wirkung des besonderen Klangs noch seine Wahrheit.

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Aus der Kategorie Klangwelten
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Die Entwicklung mobiler Klangkunst

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Das Kofferradio

Mp 3- Player, Handys und Netbooks sind stete Begleiter in der heutigen Zeit. Ein Leben ohne sie ist kaum vorstellbar. Doch vor nicht einmal 100 Jahren waren die Menschen beim Empfang von Nachrichten und Unterhaltung aus weiten Distanzen ortsgebunden. Durch die Entdeckung der drahtlosen Telegrafie durch Heinrich Hertz konnten röhrenbetriebene Sendeanalgen erstmals eine Übertragung von Musik und Sprache verwirklichen. Am 28.10.1923 begann der Rundfunk auch in Deutschland, mit den Worten: „Achtung! Achtung! Hier Sendestelle Berlin – Vox-Haus – Welle 400.“ In der Zeit des Dritten Reiches entwickelte sich der Rundfunk und das Radio zum Massenmedium. Bis zum Beginn der 1950er Jahre war das Radio bereits in vielen Haushalten anzutreffen (Kursawe 2004: 319). Doch Radio hören war immer noch ortsgebunden. Wie kam es also zur Mobilität der Medien und welche Folgen brachte diese Mobilität mit sich?

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