Tag: Akustische Identität

Auditives Produktdesgin – Wie Produkte klingen.

Die meisten Menschen verbinden Töne und Klänge der Werbung mit spezifischen Marken, wie z.B. bei den Klängen der Telekom. Doch nicht jedem ist bewusst, dass wir explizit auch einzelne Produkte mit verschiedenen Klängen in Verbindung  bringen. Produkte sind oft so gestaltet, das wir sie am Klang erkennen können, d.h. die Waren sind an sich und mit ihrem Äußeren – also ihrer Verpackung – akustisch designet. weiter lesen »

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Fortpflanzung – Eine Frage der Stimme?

Was haben Beurlaubungen von Opernsängerinnen, das Einkommen von Stripperinnen und der Nachwuchserfolg von Männern mit der Stimme zu tun?

Schon Darwin erkannte die verschiedenen Veränderungen in der Tierwelt zur Paarungszeit. Ob das Prachtgefieder des Pfaus, das riesen Geweih eines Hirsches, das Erröten des Schimpansenpos oder die Qualität des Gesangs bei diversen Vögeln. Tiere stehen nicht nur im sexuellen Kampf mit Geschlechtsgenossen, sie zeigen auch explizit an wann sie fruchtbar sind! Aber wie sieht es mit uns Menschen aus? Geben wir der Außenwelt ein Zeichen? Ein akustisches Signal?   weiter lesen »

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Wie klingt eigentlich die Welt?

Der Klang der Welt

Wissenschaftler der Universität Liverpool haben herausgefunden, dass Menschen sich mit Hilfe von Gerüchen besser erinnern können, als wenn sie ein Bild betrachten. Darum stellt sich die Frage: können wir uns auch durch Klänge an Ereignisse erinnern? Oder vielmehr wie klingt eigentlich die Welt?

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Ein Geräusch – Eine Erinnerung. Das akustische Gedächtnis.

https://klangschreiber.de/wp-content/uploads/2012/05/akustisches-Gedächtnis.jpg

© Judith Huwer

Kann ein Geräusch eine Erinnerung wieder hervorrufen? Durch Bilder und Texte ist es sehr einfach ein erlebtes Ereignis in unserem Gedächtnis wieder zu rekonstruieren. Aber kann auch ein Geräusch, ein Ton oder ein anderes akustisches Signal eine solche Erinnerung bei uns erzeugen? Gibt es vielleicht sogar ganz prägnante Geräusche, die wir zum Beispiel in unserer Kindheit häufig gehört haben und die uns an besondere Situationen erinnern können? In dem Buch Akustisches Gedächtnis und Zweiter Weltkrieg von Robert Maier wird beschrieben, wie sich der Zweite Weltkrieg in den Ohren der Beteiligten festgesetzt hat und noch heute bestimmte Geräusche starke Emotionen auslösen können. Haufenweise Bilder, Filme und Bücher behandeln das Thema und halten das Geschehen fest. Rüdiger Ritter spricht in diesem Zusammenhang von „einem Übergewicht visualisierender Erzeugnisse“, die das visuelle Gedächtnis ansprechen, wodurch das akustische Gedächtnis in den Hintergrund gerät.1 Kriegsteilnehmer berichten jedoch, dass vor allem ihre lautlichen Erinnerungen besonders langlebig und nachhaltig sind.2 Für mich stellt sich vorerst die Frage, wie das akustische Gedächtnis funktioniert und wie genau die Erinnerungen geartet sind, die es hervorrufen kann. Hat man sich vielleicht schon einmal selber an eine Situation oder an ein Gefühl erinnert, weil man ein bestimmtes Geräusch, einen Ton oder ein Lied gehört hat?
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Der Stimme auf der Spur – Teil 4/4 der Reihe „Die Stimme – unser akustisches Ich“

© Voiceprint-Stimmabdruck by Migros Magazin

Mein Name ist Bond. James Bond.“ Unmittelbar nachdem der smarte Agent mit der sonoren Stimme diese Worte ausgesprochen hat, öffnen sich ihm im wortwörtlichen Sinne Tür und Tor. Sämtliche Sicherheitsvorkehrungen stellen dabei für ihn kein Hindernis dar. Was einst schlicht unter die Kategorie der Science-Fiction-Romane fiel, findet in der heutigen Zeit zunehmend Akzeptanz. Die Sprecherkennung durch die Aufnahme der individuellen Stimme einer Person zählt zur Biometrie. Bereits früh wurde sie als Erkennungsmethode zur Personenidentifikation eingesetzt. So zählt auch die Nutzung des persönlichen Fingerabdruckes (Daktylogramm), dessen Grundstein 1892 von Francis Galton gelegt wurde, zu diesen biometrischen Verfahren. Heute definiert man die Biometrie im Bereich der Personenidentifikation auch als „automatisierte Erkennung von Individuen“, basierend auf ihren einzigartigen physiologischen Merkmalen und ihren biologischen Charakteristika und Verhaltensweisen. Doch ist ein „Voiceprint“ wirklich mit einem Fingerabdruck vergleichbar? weiter lesen »

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Stimme. Macht. Geschlecht. –Teil 3/4 der Reihe „Die Stimme – unser akustisches Ich“

©"Kommunikation" by Melanie Kempa

Schonmal eine zierliche Barbie unterm Weihnachtsbaum liegen gehabt, die einem solche Botschaften wie „Angriff!“, „Die Rache ist mein!“ oder auch „Tote lügen nicht!“ in einer tiefen, blechernen Tonlage entgegenbellt? Oder vielleicht eine muskelbepackte GI-Joe-Actionfigur, die in säuselndem Quietschton danach fragt, wann ihre Traumhochzeit denn endlich sei und welche Kleider sie dazu tragen solle? weiter lesen »

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Im stimmlichen Einklang – Teil 2/4 der Reihe „Die Stimme – unser akustisches Ich“

© Bunte Kommunikation by 3in1 marketing pr organisation

Eines Abends langweilte sich die amerikanische Schriftstellerin Dorothy Parker schrecklich auf einer Dinnerparty. Jedes Mal, wenn ein flüchtiger Bekannter sie begrüßte und fragte, wie es ihr ginge und was sie so mache, antwortete sie:

Oh, ich habe gerade meinen Ehemann mit einer Axt erschlagen und fühle mich großartig.“

Da sie jenen Satz jedoch in einem Tonfall aussprach, der üblicherweise der Etikette des Smalltalks auf Partys entspricht, lächelten jene Partygäste einfach, nickten freundlich und zogen ohne den geringsten Ausdrucks des Erschreckens weiter. Wie kann das sein?

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Der Klang der Gefühle – Teil 1/4 der Reihe „Die Stimme: Unser akustisches Ich“

 

© "Sinne" by WHC-Schule Trier

„Hör auf deine Stimme“ ist der weise Rat, den uns Menschen geben, wenn wir uns selbst einer Sache nicht sicher sind. Es meint, in sich hineinzuhören, um seinen eigenen Weg zu finden. Die Stimme steht in diesem Zusammenhang für die innere Botschaft, aber symbolisiert zugleich die eigene Identität. „Jemandem seine Stimme zu geben“  oder auch „seine Stimme zu erheben“ bezeichnet  die eigene vertretende Position, die nach außen getragen wird. Unsere Stimme ist unser „akustisches Ich“. Durch sie drücken wir unsere Meinung, unsere Werte und Anschauungen aus. Jedoch vermag sie noch viel mehr als das. Begleitet sie uns auch jeden Tag und bedienen wir uns ihrer auch zu jeder Zeit, beachten wir sie doch nicht weiter. Folgen wir doch dem Rat und hören tatsächlich mal hin, was unsere Stimme uns alles faszinierendes zu sagen hat…

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Ich höre, also bin ich

 Ich höre, also bin ich	aboutpixel.de © Christoph Ruhland

Ich höre, also bin ich aboutpixel.de © Christoph Ruhland

Wer von uns kennt sie nicht? Verunsicherte Pubertierende, aus deren Kinderzimmer oder wahlweise Handylautsprecher, erst Shakira und Britney Spears ertönen und wenig später Buschido zur Nr. Eins der spätkindlichen iTunes-Mediathek avanciert. Diese Jugendlichen loten bei solch merkwürdigen Anwandlungen oft ihre – meist nur bedingt individuellen – Wertevorstellungen und Selbstbilder aus. Eine manchmal quälende, aber zumindest fast immer elementare Lebensfrage ist dann oft: „Wer sind meine Freunde und wer denn vor allem NICHT?“ Auffällig oft findet man hier oberflächliche Bewertungsschablonen. Zumindest auf den ersten Blick. Denn dahinter stehen vielmehr tiefgreifende, psychologische Prozesse der Identitätsfindung.

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