Tag: Emotionen

Neu erschienen: Axel Volmar/Jens Schröter (Hg.): „Auditive Medienkulturen“

Axel Volmar, Jens Schröter (Hg.):
Auditive Medienkulturen. Techniken des Hörens und Praktiken der Klanggestaltung

Februar 2013, 460 S., kart., zahlr. Abb., 35,80 €
ISBN 978-3-8376-1686-6
transcript Verlag, Bielefeld
Reihe Kultur- und Medientheorie

Der Band Auditive Medienkulturen. Techniken des Hörens und Praktiken der Klanggestaltung versammelt aktuelle Forschungen zu medial vermittelten Klang- und Hörkulturen und bietet einen fundierten und breit angelegten Überblick über aktuelle methodische Zugänge im Feld der Sound Studies.

Die Fallstudien behandeln Recording Cultures von der Popmusik bis zur Bioakustik, Kulturen der Klanggestaltung vom Instrumentenbau über das Filmsounddesign bis zur auditiven Architektur sowie Rezeptionskulturen zwischen Ambient und Radio, Kopfhörer und Stereoanlage, Konzertsaal und Diskothek.

Indem sich die Beiträge den Zusammenhängen zwischen Klang, Medientechnologien und kultureller Praxis widmen, verdeutlichen sie auf je unterschiedliche Weise, dass es sich bei Klang- und Hörphänomenen um kulturelle Objekte handelt, die nicht unabhängig vom Kontext ihrer historischen Entwicklung sowie vielfältiger Materialisierungen und Mediatisierungen betrachtet werden können.

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Aus der Kategorie Klangkultur
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Hörbuch aufnehmen leicht gemacht? – Wie mein Zimmer zum Tonstudio wurde

Ein 'Popschutz' ist schnell gebastelt

Ein ‘Popschutz’ ist schnell gebastelt

Wer meint, ein originelles Geschenk zu finden, sei einfach, irrt. Wenn die Mutter, der Vater, Oma, Tante oder der Partner schon alles haben, muss man schon tiefer in die Trickkiste greifen. Da Not bekanntlich erfinderisch macht, kam mir im März diesen Jahres eine glorreiche Idee: Mein hörbuchliebender Freund sollte nicht länger (fremde) Stimmen hören, sondern in Bälde sollte ihn mein zartes Organ vom mp3-Player aus mit spannenden Geschichten beglücken. Es stand fest: Ich wollte ihm eigenhändig ein Hörbuch aufnehmen. Da es dem gemeinen Studenten immer an einer Sache mangelt, nämlich Geld, kam für mich auch nur Do-It-Yourself in Frage.

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Aus der Kategorie Klangkörper
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Musik: Medium der Emotionsvermittlung?

©Gesa Sörensen’

Wer kennt das nicht: Wir hören eine Melodie und spüren, wie sie unsere Emotionen anspricht. Wir werden traurig, sind getröstet oder fühlen uns auf einmal ganz beschwingt. Manchmal löst die Musik sogar körperlich Reaktionen aus: Menschen fangen an zu weinen oder zu lachen. Das kann ein Popsong oder ein klassisches Musikstück sein, welches wir unterwegs auf dem Mp3 Player, auf einem Konzert oder ganz entspannt zu Hause auf der Musikanlage hören.

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Der Stimme auf der Spur – Teil 4/4 der Reihe „Die Stimme – unser akustisches Ich“

© Voiceprint-Stimmabdruck by Migros Magazin

Mein Name ist Bond. James Bond.“ Unmittelbar nachdem der smarte Agent mit der sonoren Stimme diese Worte ausgesprochen hat, öffnen sich ihm im wortwörtlichen Sinne Tür und Tor. Sämtliche Sicherheitsvorkehrungen stellen dabei für ihn kein Hindernis dar. Was einst schlicht unter die Kategorie der Science-Fiction-Romane fiel, findet in der heutigen Zeit zunehmend Akzeptanz. Die Sprecherkennung durch die Aufnahme der individuellen Stimme einer Person zählt zur Biometrie. Bereits früh wurde sie als Erkennungsmethode zur Personenidentifikation eingesetzt. So zählt auch die Nutzung des persönlichen Fingerabdruckes (Daktylogramm), dessen Grundstein 1892 von Francis Galton gelegt wurde, zu diesen biometrischen Verfahren. Heute definiert man die Biometrie im Bereich der Personenidentifikation auch als „automatisierte Erkennung von Individuen“, basierend auf ihren einzigartigen physiologischen Merkmalen und ihren biologischen Charakteristika und Verhaltensweisen. Doch ist ein „Voiceprint“ wirklich mit einem Fingerabdruck vergleichbar? weiter lesen »

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Stimme. Macht. Geschlecht. –Teil 3/4 der Reihe „Die Stimme – unser akustisches Ich“

©"Kommunikation" by Melanie Kempa

Schonmal eine zierliche Barbie unterm Weihnachtsbaum liegen gehabt, die einem solche Botschaften wie „Angriff!“, „Die Rache ist mein!“ oder auch „Tote lügen nicht!“ in einer tiefen, blechernen Tonlage entgegenbellt? Oder vielleicht eine muskelbepackte GI-Joe-Actionfigur, die in säuselndem Quietschton danach fragt, wann ihre Traumhochzeit denn endlich sei und welche Kleider sie dazu tragen solle? weiter lesen »

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Im stimmlichen Einklang – Teil 2/4 der Reihe „Die Stimme – unser akustisches Ich“

© Bunte Kommunikation by 3in1 marketing pr organisation

Eines Abends langweilte sich die amerikanische Schriftstellerin Dorothy Parker schrecklich auf einer Dinnerparty. Jedes Mal, wenn ein flüchtiger Bekannter sie begrüßte und fragte, wie es ihr ginge und was sie so mache, antwortete sie:

Oh, ich habe gerade meinen Ehemann mit einer Axt erschlagen und fühle mich großartig.“

Da sie jenen Satz jedoch in einem Tonfall aussprach, der üblicherweise der Etikette des Smalltalks auf Partys entspricht, lächelten jene Partygäste einfach, nickten freundlich und zogen ohne den geringsten Ausdrucks des Erschreckens weiter. Wie kann das sein?

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Der Klang der Gefühle – Teil 1/4 der Reihe „Die Stimme: Unser akustisches Ich“

 

© "Sinne" by WHC-Schule Trier

„Hör auf deine Stimme“ ist der weise Rat, den uns Menschen geben, wenn wir uns selbst einer Sache nicht sicher sind. Es meint, in sich hineinzuhören, um seinen eigenen Weg zu finden. Die Stimme steht in diesem Zusammenhang für die innere Botschaft, aber symbolisiert zugleich die eigene Identität. „Jemandem seine Stimme zu geben“  oder auch „seine Stimme zu erheben“ bezeichnet  die eigene vertretende Position, die nach außen getragen wird. Unsere Stimme ist unser „akustisches Ich“. Durch sie drücken wir unsere Meinung, unsere Werte und Anschauungen aus. Jedoch vermag sie noch viel mehr als das. Begleitet sie uns auch jeden Tag und bedienen wir uns ihrer auch zu jeder Zeit, beachten wir sie doch nicht weiter. Folgen wir doch dem Rat und hören tatsächlich mal hin, was unsere Stimme uns alles faszinierendes zu sagen hat…

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Aus der Kategorie Klangkörper
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Warum uns Musik zu Tränen rühren kann

„Hör doch, sie spielen unser Lied!“, den Satz hat sicher jeder schon einmal gehört oder sogar selbst gesagt. Musik schafft es, wie kaum etwas anderes, tief sitzende Erinnerungen wieder in uns hervorzurufen. Sie kann uns in Hochstimmung versetzen und uns zum Weinen bringen. Aber warum ist das eigentlich so? Warum besitzt Musik so viel “Macht” über unsere Emotionen?

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Der Sound der großen Emotionen

Der Sound der großen Emotionen - aboutpixel.de liebeskummer © Sven Brentrup

Der Sound der großen Emotionen - aboutpixel.de liebeskummer © Sven Brentrup

Musik hat viele Gesichter. Egal, ob als mit blauer Tinte sauber ausgeschriebene Note, nicht ganz legale digitale Kopie auf der Festplatte oder in Form von akustischen Wellen, die sich  zielgerichtet an das menschliche Ohr heranpirschen: Alles ist Musik und doch wieder nicht. Schließlich macht ein Datenträger voller akustischer Symbole noch keine Musik aus, so wie wir sie kennen. Diese entsteht erst im Zusammenspiel mit einem subjektiven Hörer bzw. Produzenten. Erst seine kognitive Aufnahme, Verarbeitung und Interpretation der akustischen Information macht aus physikalischen, akustischen Größen, erlebte, erschaffene und insbesondere gefühlte Musik.

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