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Serie „KlangDenken“. Teil 3 – Anahid Kassabian (University of Liverpool): Ubiquitous Listening (Podcast)

KlangDenken Ankündigung

Im Sommersemester 2012 haben Sebastian Schwesinger und Felix Gerloff vom Sound Studies Lab der Humboldt-Universität zu Berlin die Vortragsreihe KlangDenken. Beiträge zur Erforschung auditiver Kultur organisiert. Wir veröffentlichen bis Mitte Juni noch einmal die Audiomitschnitte der drei Vortragenden auf klangschreiber.de. Der erste Vortrag von Veit Erlmann widmete sich dem Verhältnis von Akustik- und Philosophiegeschichte; im zweiten Vortrag stellte Axel Volmar die sog. „Sonifikation“ als ästhetisches Verfahren in Wissenschaft und Künsten vor.

Im dritten Teil der Serie erklärt die britische Musikwissenschaftlerin Anahid Kassabian ihr Konzept des „Ubiquitous Listening“, das sich der permanenten Verfügbarkeit von Musik und ihrer Funktionalisierung beschäftigt. Wir wünschen wie immer viel Spaß beim Hören!

KlangDenken 3:

Anahid Kassabian (University of Liverpool):

Ubiquitous Listening

Vortrag vom 21.06.2012.

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Serie „KlangDenken“. Teil 2 – Axel Volmar: Sonifikation als wissenschaftliches und künstlerisches Verfahren (Podcast)

KlangDenken Ankündigung

Im Sommersemester 2012 haben Sebastian Schwesinger und Felix Gerloff vom Sound Studies Lab der Humboldt-Universität zu Berlin die Vortragsreihe KlangDenken. Beiträge zur Erforschung auditiver Kultur organisiert. Wir veröffentlichen bis Mitte Juni noch einmal die Audiomitschnitte der drei Vortragenden auf klangschreiber.de. Der erste Vortrag von Veit Erlmann widmete sich dem Verhältnis von Akustik- und Philosophiegeschichte.

Im zweiten Teil der Serie stellt Axel Volmar anhand von Beispielen aus Wissenschaft und Künsten die sog. „Sonifikation“ vor – das akustische Pendant zur Visualisierung von Daten – und erklärt, warum sich die Sound Studies für die Sonifikation als Phänomen interessieren sollten.

Viel Spaß beim Hören!

KlangDenken 2:

Axel Volmar (Universität Siegen):

Das geschulte Ohr und die Hörbarmachung des Unhörbaren. Sonifikation als wissenschaftliches und künstlerisches Verfahren.

Vortrag vom 24.05.2012.

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Räumliches Hören (Podcast)

Räumliches Hören

Genauso wie wir von Kindesbeinen an das räumliche Sehen erlernen und es immer weiter verbessern, machen wir das auch mit dem räumlichen Hören. Sowohl Erfahrung als auch Übung des Gehörs haben auf die Genauigkeit der Ortung der Geräuschquelle oder, um genauer zu sein, der Schallquelle einen wesentlichen Einfluss.

Um den Podcast in vollem Umfang genießen zu können, wird der Gebrauch eines Kopfhörers empfohlen!

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

 

Quellen:

https://irtel.uni-mannheim.de/lehre/seminararbeiten/w96/Hoeren1/Hoeren1.html

https://www.laermorama.ch/laermorama/modul_hoeren/raeumlich_w.html

https://www.psychology48.com/deu/d/raeumliches-hoeren/raeumliches-hoeren.htm

https://gethighnow.com/holophonic-sound/

https://www.freesound.org/

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Dickreiter, Michael (1995). Mikrofon-Aufnahmetechnik. Stuttgart.

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Neu erschienen: Axel Volmar/Jens Schröter (Hg.): „Auditive Medienkulturen“

Axel Volmar, Jens Schröter (Hg.):
Auditive Medienkulturen. Techniken des Hörens und Praktiken der Klanggestaltung

Februar 2013, 460 S., kart., zahlr. Abb., 35,80 €
ISBN 978-3-8376-1686-6
transcript Verlag, Bielefeld
Reihe Kultur- und Medientheorie

Der Band Auditive Medienkulturen. Techniken des Hörens und Praktiken der Klanggestaltung versammelt aktuelle Forschungen zu medial vermittelten Klang- und Hörkulturen und bietet einen fundierten und breit angelegten Überblick über aktuelle methodische Zugänge im Feld der Sound Studies.

Die Fallstudien behandeln Recording Cultures von der Popmusik bis zur Bioakustik, Kulturen der Klanggestaltung vom Instrumentenbau über das Filmsounddesign bis zur auditiven Architektur sowie Rezeptionskulturen zwischen Ambient und Radio, Kopfhörer und Stereoanlage, Konzertsaal und Diskothek.

Indem sich die Beiträge den Zusammenhängen zwischen Klang, Medientechnologien und kultureller Praxis widmen, verdeutlichen sie auf je unterschiedliche Weise, dass es sich bei Klang- und Hörphänomenen um kulturelle Objekte handelt, die nicht unabhängig vom Kontext ihrer historischen Entwicklung sowie vielfältiger Materialisierungen und Mediatisierungen betrachtet werden können.

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Ein Orgelstück mit einer Dauer von 639 Jahren – „AS SLOW AS POSSIBLE“

© Kerstin Huwer

Man kann es kaum glauben! Aber es existiert wirklich. Ein Orgelstück mit einer Länge von nicht weniger als 639 Jahren. Wie geht denn so was? Wer kommt auf eine so verrückte Idee? Kann man das überhaupt machen? Das waren wohl die ersten Fragen, die ich mir gestellt habe, als ich von diesem „Lied“ zum ersten Mal gehört habe. So verrückt es auch klingt, so interessant ist es auch. Ein Orgelstück mit dem Titel „Organ2/ASLSP“ = as slow as possible, was so gespielt werden soll, wie es heißt. So langsam wie möglich! In einer Welt, in der uns Musik alltäglich begleitet  und auch sehr schnell wechselt, wir sie individuell unseren Gedanken, Gefühlen und Stimmungen anpassen können, wird ein Stück gespielt, in dem ein Ton über mehrere Stunden, Tage, Wochen, Monate, sogar Jahre andauert. In einer hektischen Welt wird ein scheinbar unwichtiger Tonwechsel zu einem großen Ereignis.

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Erinnerndes Hören – Teil 2

Im ersten Teil meines Beitrags wurden verschiedene Gedächtnistheorien vorgestellt, die gezeigt haben, dass das Gefühl der Vertrautheit beim Hören einer Melodie, durch tatsächliches Wissen hervorgerufen werden kann. Im zweiten Teil wird es darum gehen, die kulturelle musikalische Prägung zu untersuchen. Gibt es Melodien oder Klänge die unter Umständen bei allen Menschen gleiche „Déjà entendu“-Erlebnisse auslösen können?

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Erinnerndes Hören – Teil 1

Viele kennen das Gefühl „Das habe ich doch schon einmal gehört“. Doch oft fällt es schwer zu bestimmen, warum uns der Klang, die Melodie oder das Lied bekannt vorkommt. „Déjà-vu“-Erlebnisse sind bekannt, aber dass diese Erlebnisse auch durch akustische Reize ausgelöst werden können wissen wenige. Das „Déjà entendu“ ist das akustische Pendant zum „Déjà-vu“. In diesem Artikel wird versucht, das Phänomen des „Déjà entendu“ zu ergründen.

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Mit den Ohren sehen

©Silke “Nachbau am Computer” –Flughund, Quelle: www.piqs.de’

Die Aufgabenverteilung zwischen Augen und Ohren ist in den Köpfen der meisten Menschen sehr klar abgegrenzt: Die Augen sind dazu da, die Umgebung abzutasten, Dinge räumlich wahrzunehmen, eben „zu sehen“. Mit den Ohren dagegen nimmt man Geräusche wahr und kann bestenfalls die Richtung bestimmen, aus der sie kommen. Ein konkretes Bild von der Außenwelt, das uns zur Orientierung dient, können sie uns nicht vermitteln. Aber stimmt das auch? Oder müssen wir diese lange gehegte Meinung vielleicht revidieren?

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Der Klang der Glocke – kling Glöckchen…

wikipedia.org © Epiktetos

Zur vollen Stunde hört man sie, jede Viertelstunde hört man sie, zur Mittagszeit besonders lange und um 19 Uhr schon wieder. Die Glocken der Nikolaikirche in Siegen.1 Sie informieren die Bürger der Stadt nicht nur zuverlässig über die aktuelle Uhrzeit, sondern haben auch eine lange Geschichte zu erzählen. Doch oft hört man gar nicht mehr so genau hin. Ihr Klang scheint für uns unwichtig geworden zu sein und man hört nur noch mit einem Ohr zu. Bis vor einiger Zeit ertönte im „Dicken Turm“ des Unteren Schlosses der Stadt sogar noch ein Glockenspiel und ich gebe zu, ich finde es schade, dass es nicht mehr spielt.

Aber wie kommt der Klang einer Glocke überhaupt zustande und wie wird der typische Ton einer Glocke erzeugt? Heute gibt es viele Verwendungen für Glocken, die neben ihrer Akustik und Funktion im Folgenden dargestellt und erläutert werden sollen.

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Ein Geräusch – Eine Erinnerung. Das akustische Gedächtnis.

https://klangschreiber.de/wp-content/uploads/2012/05/akustisches-Gedächtnis.jpg

© Judith Huwer

Kann ein Geräusch eine Erinnerung wieder hervorrufen? Durch Bilder und Texte ist es sehr einfach ein erlebtes Ereignis in unserem Gedächtnis wieder zu rekonstruieren. Aber kann auch ein Geräusch, ein Ton oder ein anderes akustisches Signal eine solche Erinnerung bei uns erzeugen? Gibt es vielleicht sogar ganz prägnante Geräusche, die wir zum Beispiel in unserer Kindheit häufig gehört haben und die uns an besondere Situationen erinnern können? In dem Buch Akustisches Gedächtnis und Zweiter Weltkrieg von Robert Maier wird beschrieben, wie sich der Zweite Weltkrieg in den Ohren der Beteiligten festgesetzt hat und noch heute bestimmte Geräusche starke Emotionen auslösen können. Haufenweise Bilder, Filme und Bücher behandeln das Thema und halten das Geschehen fest. Rüdiger Ritter spricht in diesem Zusammenhang von „einem Übergewicht visualisierender Erzeugnisse“, die das visuelle Gedächtnis ansprechen, wodurch das akustische Gedächtnis in den Hintergrund gerät.1 Kriegsteilnehmer berichten jedoch, dass vor allem ihre lautlichen Erinnerungen besonders langlebig und nachhaltig sind.2 Für mich stellt sich vorerst die Frage, wie das akustische Gedächtnis funktioniert und wie genau die Erinnerungen geartet sind, die es hervorrufen kann. Hat man sich vielleicht schon einmal selber an eine Situation oder an ein Gefühl erinnert, weil man ein bestimmtes Geräusch, einen Ton oder ein Lied gehört hat?
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