Tag: Hörspiel

Die Drei ??? und ihre (scheinbar schwindende?) Popularität

Die drei ???

Seit nun über 30 Jahren begeistern sie die Zuhörerschaft: Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews, Die Drei Fragezeichen, aus Rocky Beach. Frei nach dem Motto „Wir übernehmen jeden Fall“ lösen die drei Detektive schwierige Rätsel und spannende Fälle. Auch über 35 Millionen verkaufte und 150 produzierte Hörspiele setzten der Beliebtheit der Serie kein Ende.

Die drei Fragezeichen am Ende?

Doch kann es ewig so weitergehen? Können Die drei Fragezeichen ihr hohes Niveau beibehalten? Nach den neuesten Meinungen in verschiedenen Foren nicht. Schon seit einiger Zeit gibt es Diskussionen, dass die Qualität der Geschichten nachgelassen habe und sie nicht mehr genauso spannend seien, wie die älteren Folgen. Ist das wirklich so oder sind die Erwartungen einfach gewachsen?

weiter lesen »

Aus der Kategorie Klangkultur
0

Neu erschienen: Axel Volmar/Jens Schröter (Hg.): „Auditive Medienkulturen“

Axel Volmar, Jens Schröter (Hg.):
Auditive Medienkulturen. Techniken des Hörens und Praktiken der Klanggestaltung

Februar 2013, 460 S., kart., zahlr. Abb., 35,80 €
ISBN 978-3-8376-1686-6
transcript Verlag, Bielefeld
Reihe Kultur- und Medientheorie

Der Band Auditive Medienkulturen. Techniken des Hörens und Praktiken der Klanggestaltung versammelt aktuelle Forschungen zu medial vermittelten Klang- und Hörkulturen und bietet einen fundierten und breit angelegten Überblick über aktuelle methodische Zugänge im Feld der Sound Studies.

Die Fallstudien behandeln Recording Cultures von der Popmusik bis zur Bioakustik, Kulturen der Klanggestaltung vom Instrumentenbau über das Filmsounddesign bis zur auditiven Architektur sowie Rezeptionskulturen zwischen Ambient und Radio, Kopfhörer und Stereoanlage, Konzertsaal und Diskothek.

Indem sich die Beiträge den Zusammenhängen zwischen Klang, Medientechnologien und kultureller Praxis widmen, verdeutlichen sie auf je unterschiedliche Weise, dass es sich bei Klang- und Hörphänomenen um kulturelle Objekte handelt, die nicht unabhängig vom Kontext ihrer historischen Entwicklung sowie vielfältiger Materialisierungen und Mediatisierungen betrachtet werden können.

weiter lesen »

Aus der Kategorie Klangkultur
1

Hörbuch aufnehmen leicht gemacht? – Wie mein Zimmer zum Tonstudio wurde

Ein 'Popschutz' ist schnell gebastelt

Ein ‘Popschutz’ ist schnell gebastelt

Wer meint, ein originelles Geschenk zu finden, sei einfach, irrt. Wenn die Mutter, der Vater, Oma, Tante oder der Partner schon alles haben, muss man schon tiefer in die Trickkiste greifen. Da Not bekanntlich erfinderisch macht, kam mir im März diesen Jahres eine glorreiche Idee: Mein hörbuchliebender Freund sollte nicht länger (fremde) Stimmen hören, sondern in Bälde sollte ihn mein zartes Organ vom mp3-Player aus mit spannenden Geschichten beglücken. Es stand fest: Ich wollte ihm eigenhändig ein Hörbuch aufnehmen. Da es dem gemeinen Studenten immer an einer Sache mangelt, nämlich Geld, kam für mich auch nur Do-It-Yourself in Frage.

weiter lesen »

Aus der Kategorie Klangkörper
8

Was machen die Kinder? – Das wissen die Götter!

Ein Hörspiel über einen Halbgott, der ein Rap Star werden möchte: das ist eine „gletschereiscoole“ Geschichte, die sich acht Jugendliche aus Frankfurt am Main in den Osterferien ausgedacht und umgesetzt haben.

weiter lesen »

Aus der Kategorie Klangkultur
0

Das Hörspiel – Hörgenuss durch Sounddesign

Bei einem Abstecher in einen Buchladen werden dem geneigten Besucher heute neben gedruckter Literatur viele weitere Produkte angeboten. Neben Post-Karten, DVDs sowie kleineren oder größeren Geschenkartikeln stößt man meistens auch auf einen Bereich, in dem CDs angeboten werden. Dieses CD-Angebot lässt sich beim Durchsehen grob in zwei Kategorien unterteilen: auf der einen Seite gibt es vertonte Lesungen. Hier trägt meist eine bekannte Persönlichkeit, oftmals sind es Schauspieler oder Schauspielerinnen, die ein in der Regel ebenso bekanntes Buch vorlesen. So kommt, wer nicht selbst lesen möchte oder kann, dennoch in den Genuss ausgewählter Bücher. Auf der anderen Seite stehen den Hörbüchern aufwändiger inszenierte Hörspiele gegenüber. Meist sind diese durch den Einsatz mehrerer Sprecher und einer umfangreichen klanglichen Gestaltung gekennzeichnet. Die Produktion eines solchen Hörspiels ist in der Regel relativ teuer. Aus diesem Grund treten vermehrt Rundfunkanstalten als Kooperationspartner auf. Da das Radio allein auf akustische Reize zur Übermittlung seiner Inhalte angewiesen ist, wird auf die klangliche Ausgestaltung besonderen Wert gelegt. Das Hörspiel gilt als die Königsdisziplin des Radios.
weiter lesen »

Aus der Kategorie Klangwelten
1

Vom Hören zum Sehen (3/3) – Bahnbrechende Hörspiele

DSCF0785

Vom Hören zum Sehen (3/3) - Bahnbrechende Hörspiele (www.pixelio.de)

Im vorigen Teil dieser Serie ging es wieder um Samuel Beckett; dieses Mal besonders um sein Hörspiel All That Fall.  Dieser letzte Beitrag der Serie beschäftigt sich nun mit einem ganz anderen aber nicht weniger wichtigen und besonderen Hörspiel: Berthold Brechts und Kurt Weills Ozeanflugwelches man etwas theoretischer als Becketts All That Fall angehen kann.

 Zwischen 1927 und 1932 hat Brecht verschiedene Aufsätze veröffentlicht, die sich zu seiner Radiotheorie zusammensetzen lassen. Diese ist keine vollständige Theorie, sondern ein Versuch, seine Vorstellungen bezüglich des Mediums Radio theoretisch zu erfassen. Brecht sah den Hörfunk in seiner damaligen Form als nicht besonders nützlich an, da er seiner Meinung nach nichts Neues zu sagen hatte. Ginge es nach ihm, sollte das Radio zur Kommunikation, also zum Austausch, dienen. Mit einem Experiment wollte er die Hörer zu Aktivität bewegen. Dieses Experiment trug zuerst den Titel Der Lindberghflug, weil es um die Ozeanüberquerung Lindberghs ging. Weil Brecht nicht nur die Identifikation mit Lindbergh anregen wollte, änderte er den Titel in Der Flug der Lindberghs, und später, um das Kollektiv zu betonen und Abstand von dem Nazisympathisanten Lindbergh zu nehmen, nannte er das Stück nur noch Ozeanflug.

Ozeanflug ist ein sogenanntes “musikalisches Hörbild” (nicht zu verwechseln mit dem “Soundscape“). Ein Hörbild “ist eine kurze Sequenz, die aus einem lyrischen Text und spezifischen Geräuschen zusammengesetzt ist.” Der lyrische Text stammt in diesem Fall von Brecht, die Musik von Kurt Weill. Das Stück wurde von Weill vertont und in dieser Fassung 1929 uraufgeführt. Da Weill Brechts komplette Überarbeitung des Textes nicht mehr erlebte, blieben einige Textteile unvertont. Wer sich Ozeanflug heute anhört, dem erscheint diese Produktion wahrscheinlich eher altmodisch und es ist nicht ganz so einfach, sich darauf einzulassen. Dennoch lohnt es sich- die Musik und der Gesang, so gewöhnungsbedürftig beide auch sein mögen, transportieren Bilder und Emotionen.

In Ozeanflug gibt es, wie bei Beckett, einige recht unkonventionelle Charaktere. Natürlich gibt es den Flieger aber zusätzlich kommen zum Beispiel der Wind und der Schlaf, Amerika und Europa zu Wort. Heute wird der Ozeanflug auch als Theaterstück auf der Bühne aufgeführt. Hier stellt sich aber doch, abermals wie bei Beckett, die Frage, ob das dem Stück wirklich entgegenkommt.

Unsere Welt ist durch Fernsehen, Kino und Internet zu einem großen Teil bestimmt durch visuelle Reize und vielleicht geht dadurch auch  die eigene Vorstellungskraft ein bisschen verloren. Hörspiele oder -bilder wie All That Fall und Ozeanflug mögen dem entgegenwirken, denn sie geben dem Hörbaren nur den Rahmen; die Bilder lassen wir, ganz individuell, in unseren Köpfen entstehen.

Kopfkino der besonderen Art.

Aus der Kategorie Klangkultur
1

Vom Hören zum Sehen (2/3) – Bahnbrechende Hörspiele

www.pixelio.de

Bahnbrechende Hörspiele (2/3) (www.pixelio.de)

Im ersten Teil dieser Blogserie ging es um Theaterstücke, die auditive Mittel nutzen, um den Seh- und den Hörsinn  zu verbinden. In diesem und im nächsten Teil der Blogserie drehen wir das Ganze einmal um: Während Theater ein zu einem großen Teil visuell geprägtes Medium ist, das sich aber auch Hörbares zu Nutzen macht, soll es nun um besondere und bahnbrechende Hörspiele gehen, die in ihrer Form theoretisch auch auf die Theaterbühne hätten gebracht werden können. Mit welchen Mitteln werden über das Hören Bilder vor unserem inneren Auge erzeugt und warum sind die angesprochenen Beispiele als Hörspiele und nicht als Theaterstücke konzipiert worden? weiter lesen »

Aus der Kategorie Klangkultur
1

“Die drei ???” und die Konkurrenz im eigenen Haus….

Ein Konzept für alle-kann das klappen?

die drei ???

die drei ???

Wer kennt sie nicht- Justus, Peter und Bob- auch bekannt als Die drei Fragezeichen aus Rocky-Beach. Die drei ??? sind wahrscheinlich die bekannteste noch stetig weitergeschriebene Hörspielserie in Deutschland. Seit nun mehr 30 Jahren sind Justus, Peter und Bob nun auf der Highschool und lösen als Detektive mysteriöse Fälle.

weiter lesen »

Aus der Kategorie Klangkultur
Kommentare deaktiviert für “Die drei ???” und die Konkurrenz im eigenen Haus….