Tag: Musikpsychologie

Neu erschienen: Axel Volmar/Jens Schröter (Hg.): „Auditive Medienkulturen“

Axel Volmar, Jens Schröter (Hg.):
Auditive Medienkulturen. Techniken des Hörens und Praktiken der Klanggestaltung

Februar 2013, 460 S., kart., zahlr. Abb., 35,80 €
ISBN 978-3-8376-1686-6
transcript Verlag, Bielefeld
Reihe Kultur- und Medientheorie

Der Band Auditive Medienkulturen. Techniken des Hörens und Praktiken der Klanggestaltung versammelt aktuelle Forschungen zu medial vermittelten Klang- und Hörkulturen und bietet einen fundierten und breit angelegten Überblick über aktuelle methodische Zugänge im Feld der Sound Studies.

Die Fallstudien behandeln Recording Cultures von der Popmusik bis zur Bioakustik, Kulturen der Klanggestaltung vom Instrumentenbau über das Filmsounddesign bis zur auditiven Architektur sowie Rezeptionskulturen zwischen Ambient und Radio, Kopfhörer und Stereoanlage, Konzertsaal und Diskothek.

Indem sich die Beiträge den Zusammenhängen zwischen Klang, Medientechnologien und kultureller Praxis widmen, verdeutlichen sie auf je unterschiedliche Weise, dass es sich bei Klang- und Hörphänomenen um kulturelle Objekte handelt, die nicht unabhängig vom Kontext ihrer historischen Entwicklung sowie vielfältiger Materialisierungen und Mediatisierungen betrachtet werden können.

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Musik als Sozialisationsinstanz

Musik spielt im Leben vieler Menschen eine große Rolle. Bereits während der Kindheit und Jugend entwickeln sich Tendenzen in der Vorliebe für eine bestimmte Musikrichtung. Bereits in der Kindheit wird viel Musik konsumiert, sei es im Kindergarten beim gemeinsamen Singen, Zuhause beim Anhören von Kinderliedern auf CD oder aber auch beim Fernsehkonsum, z.B. durch Werbung oder Titellieder von Kinderserien. Auch durch das eigene Musizieren werden sowohl die Entwicklung als auch die individuellen Präferenzen beeinflusst. (Vgl. Hoffmann 2008: 155/156)

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Popmusik = Poppmusik? – Sex in den Charts

„Sex Sells“ – dieses Sprichwort scheint häufig mit der populären Musik eine untrennbare Verbindung einzugehen. Egal ob Britney lasziv stöhnt, während sie „I’m a slave for you“ haucht, Milow mit verträumten Augen auf seiner Gitarre spielt und dabei von „seiner Nymphomanin“ singt, die „es“ zu jeder Zeit an jedem Ort in jeder erdenklichen Position mit ihm machen will, 50 Cent uns in den „Candyshop“ einlädt, „to let you lick my lollypop“, Christina Aguilera „dirrty“ wird oder die Pussycat Dolls in Unterwäsche ihre Beine spreizen und sich dabei fragen „Don’t cha wish your girlfriend was hot like me?“ – Nahezu alle in den Charts vertretenen Interpreten präsentieren ihre gut gebauten Körper in eindeutigen Bewegungen lasziv auf Bühnen oder in Musikclips.

Im folgenden Beitrag soll es jedoch weniger um die körperliche Selbstdarstellung der Interpreten gehen, sondern vielmehr die Musik selbst in den Vordergrund rücken. Dabei werde ich versuchen, mich dem Phänomen „Sex in der Popmusik“ anhand der Texte und des Singstils der Interpreten anzunähern und herauszufinden, warum sich gerade die Popmusik so perfekt eignet, um mit sexuellen Anspielungen bei ihrem Zielpublikum zu punkten.

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Musikfolter – Wenn Britney & Co. in den Wahnsinn treiben

Musik nehmen wir in der Regel als etwas Angenehmes wahr – ob zur Entspannung, zum Tanzen, zum Stress abbauen oder um Gefühle zum Ausdruck zu bringen.

Aber wer kennt es nicht: Hören wir ein Lied ein paar Mal zu oft hintereinander, sind wir genervt und wollen das Gedudel – und sei es noch so schön – nur noch ausstellen. Glücklich sei derjenige, der das in diesem Fall tun kann.

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Dem Stress entkommen – Die beruhigende Wirkung von Musik

©Pixel-Pool'

Der Alltag “rast” an uns vorbei. Ob im Studium oder im Beruf, wir haben uns auf Stress eingestellt und wenn es hart auf hart kommt, endet es in einem Burn Out. Doch wie kann man dem entgegenwirken? Von Autogenem Training oder Meditation hat sicher schon jeder gehört, doch was genau bewirkt das mit uns? Und welche Rolle spielt Musik in diesem Zusammenhang?

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Der Sound der Subkultur I – Jugendkultur und Identität

Jugendkultur und Identität dommy/aboutpixel.de

Jugendkultur und Identität dommy/aboutpixel.de

Diese Blog- Serie beschäftigt sich mit musikalischen Sub- bzw. Jugendkulturen und ihrer Bedeutung für die Konstruktion von Identität. Ich befinde mich demnach also auf dem Gebiet der Musikpsychologie bzw. Musiksoziologie. Im ersten Teil der Serie möchte ich daher zunächst der Frage nachgehen, wie die Wissenschaft überhaupt Jugend- bzw. Subkultur definiert.

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Ich höre, also bin ich

 Ich höre, also bin ich	aboutpixel.de © Christoph Ruhland

Ich höre, also bin ich aboutpixel.de © Christoph Ruhland

Wer von uns kennt sie nicht? Verunsicherte Pubertierende, aus deren Kinderzimmer oder wahlweise Handylautsprecher, erst Shakira und Britney Spears ertönen und wenig später Buschido zur Nr. Eins der spätkindlichen iTunes-Mediathek avanciert. Diese Jugendlichen loten bei solch merkwürdigen Anwandlungen oft ihre – meist nur bedingt individuellen – Wertevorstellungen und Selbstbilder aus. Eine manchmal quälende, aber zumindest fast immer elementare Lebensfrage ist dann oft: „Wer sind meine Freunde und wer denn vor allem NICHT?“ Auffällig oft findet man hier oberflächliche Bewertungsschablonen. Zumindest auf den ersten Blick. Denn dahinter stehen vielmehr tiefgreifende, psychologische Prozesse der Identitätsfindung.

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Der Sound der großen Emotionen

Der Sound der großen Emotionen - aboutpixel.de liebeskummer © Sven Brentrup

Der Sound der großen Emotionen - aboutpixel.de liebeskummer © Sven Brentrup

Musik hat viele Gesichter. Egal, ob als mit blauer Tinte sauber ausgeschriebene Note, nicht ganz legale digitale Kopie auf der Festplatte oder in Form von akustischen Wellen, die sich  zielgerichtet an das menschliche Ohr heranpirschen: Alles ist Musik und doch wieder nicht. Schließlich macht ein Datenträger voller akustischer Symbole noch keine Musik aus, so wie wir sie kennen. Diese entsteht erst im Zusammenspiel mit einem subjektiven Hörer bzw. Produzenten. Erst seine kognitive Aufnahme, Verarbeitung und Interpretation der akustischen Information macht aus physikalischen, akustischen Größen, erlebte, erschaffene und insbesondere gefühlte Musik.

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